Warum entscheidet die Wandtemperatur – nicht die Raumluft – ob Schimmel entsteht?

Die meisten Menschen messen die Luftfeuchtigkeit in der Raummitte – und wundern sich, wenn trotz normaler Werte Schimmel entsteht. Der Grund: Die Raumluftfeuchte ist nicht das Problem. Entscheidend ist die relative Feuchte direkt an der Wandoberfläche.

Diese sogenannte Oberflächenfeuchte (surfRH) verhält sich anders als die Raumluftfeuchte. Je kälter eine Wand ist, desto stärker steigt die Feuchte an ihrer Oberfläche – selbst wenn die Raumluft unauffällig wirkt. Das ist keine Meinung, das ist Physik: Kalte Oberflächen ziehen Feuchtigkeit aus der Luft an.

Schimmelwachstum beginnt typischerweise ab 80 % surfRH. Das ist ein Wert, der an einer kalten Außenwand oder in einer Ecke schnell erreicht wird – während dein Hygrometer in der Raummitte entspannte 55 % anzeigt. Laut einer repräsentativen Studie (sbz-online.de, Januar 2025) liegt in rund 80 % aller Schimmelfälle eine bauliche Ursache vor – meist genau das: Stellen in der Wohnung, die dauerhaft zu kalt bleiben.

Was bedeutet das konkret?

Eine Wand mit 12 °C Oberflächentemperatur bei 20 °C Raumtemperatur und 50 % Luftfeuchtigkeit hat eine surfRH von weit über 80 %. Schimmel wächst dort – auch wenn sich die Wand trocken anfühlt und das Hygrometer grünes Licht gibt.

Thermo-Check berechnet genau diesen Wert: aus Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und Wandtemperatur. Das Ergebnis zeigt, ob eine Oberfläche aktuell im kritischen Bereich liegt – und ob die Ursache im Verhalten oder in der Bausubstanz liegt.

Präzise Diagnose für Wohnräume. Objektive Ergebnisse basierend auf Bauphysik

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